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Fraencis Daencis

Keksmaschine und Milchbartträgerin. Leseratte und Fotografieliebhaberin.

Ein solider Kriminalroman

Wallanders erster Fall - Henning Mankell, Wolfgang Butt

Klappentext

 

“’Am Anfang war alles nur ein Nebel. Ein dickflüssiges Meer, in dem alles weiß und still war. Eine Landschaft des Todes. Er war nur einundzwanzig Jahre alt geworden. Ein junger Polizist, kaum erwachsen…’

 

Der erste Fall für den Polizeianwärter Kurt Wallander. Am Ende seiner Ermittlungen hat er viele Fehler gemacht, aber auch sein außerordentliches kriminalistisches Talent unter Beweis gestellt.” via

 

 

Erwartungshaltung

 

Ich habe noch nie einen Wallander-Krimi gelesen und auch so bin ich auf dem Gebiet der Krimis noch sehr neu. Alles in Allem war ich also sehr gespannt, wie ich denn diesen Krimi finden würde und ob das Genre nicht doch mein Interesse wecken kann.

 

 

Cover

 

Das Cover finde ich ganz spannend gemacht mit dem Messer, von dessen Spitze das Blut tropft. Es verrät nicht viel, lässt einen aber in die richtige Lesestimmung kommen.

 

 

Inhalt

 

Der Buchtitel “Wallanders erster Fall und andere Erzählungen” verrät einem schon sehr genau, was einen erwarten wird. Henning Mankell hat hier einige kleinere Kriminalfälle zusammengestellt, die noch vor den eigentlichen Geschichten rund um Kriminalkommissar Kurt Wallander spielen. So erfährt man, wie er überhaupt zu der Kriminalpolizei kommt und man durchlebt mit ihm zusammen wichtige Etappen seines Lebens, auch in privater Hinsicht.

 

Die Kriminalfälle sind verschiedenster Art und nicht sehr lang, so dass man sie schnell lesen kann.

 

 

Schreibstil

 

Henning Mankells Schreibstil gefällt mir sehr gut, nur missfällt mir leider, dass er die Angewohnheit hat, immer dazu zu schreiben, wie das Wetter denn gerade ist oder wie es sich in dem Moment verändert. In manchen Situationen macht das Ganze vielleicht Sinn, aber in vielen eben auch nicht.

 

 

Notizen

 

Ich habe vorher noch keine Geschichte rund um den berühmten Kriminalkommissar Wallander gelesen. Das ist auch nicht notwendig, da diese Geschichten seinen Anfang und Werdegang bei der Kriminalpolizei zeigen. Die einzelnen Erzählungen sind nicht zu lang gehalten, leider geht das manchmal auf die Kosten der Spannung, die sich nicht recht entwickeln kann. Dennoch macht es Freude, mit den Kommissaren zusammen zu rätseln, was denn hinter dem Fall steckt. Manches Mal ist die Wendung doch recht überraschend, sodass es nicht langweilig wird, das Buch zu lesen.

 

Wie oben beim Schreibstil schon erwähnt fand ich es oftmals störend, dass der Autor andauernd das Wetter mit ins Spiel brachte, ob es nun passte oder nicht. Sehr passend hingegen fand ich aber, dass Wallanders Privatlebennicht zu kurz kommt, denn so kann man auch etwas hinter die Kulisse des Kommissars mit gutem kriminalistischem Gespür blicken.

 

 

Zitate

 

“Wallander suchte in einer Küchenschublade nach einem Block und setzte sich, um die Punkte aufzuschreiben, die ihm immer noch zu schaffen machten.” – Seite 55

 

“Zu leben hat seine Zeit, zu sterben hat seine Zeit. Diese Worte würden von nun an seine persönliche Beschwörungsformel sein.” – Seite 120

 

 

Autor

 

Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und Maputo/Mosambik. Mit Kurt Wallander schuf er einen der weltweit beliebtesten Kommissare. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv. Eine Übersicht aller auf deutsch erschienenen Bücher von Hennin Mankell finden Sie unter www.mankell.de.

 

 

Fazit

 

Die Kriminalgeschichten rund um Kurt Wallander sind flott lesbar, leider fehlte mir aber ab und an die Spannung, die aufgrund der Kürze stellenweise auf der Strecke blieb. Ebenso störte mich die wiederkehrende Beschreibung des Wetters. Dennoch ein solider Kriminalroman, der durchaus empfehlenswert ist und eine Stunden Lesespaß beschert.

{ 3,5/5 Punkte }